Kellergänge in Berliner Mehrfamilienhäusern sind oft ein Sammelbecken: alte Fahrräder, ausrangierte Möbel, Kartons, die niemand mehr zuordnen kann. Dazwischen liegen Fluchtwege, die im Ernstfall frei bleiben müssen, und Zähler oder Hausanschlüsse, die zugänglich sein sollten. Weil kaum jemand freiwillig regelmäßig in den Keller geht, fällt Unordnung oft erst auf, wenn sie zum Problem geworden ist. Hausmeister RAT übernimmt für Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften die laufende Pflege von Kellergängen, Gemeinschaftsräumen und Dachböden – mit regelmäßiger Begehung, Ordnungskontrolle und ehrlicher Rückmeldung.
Wer mehrere Häuser gleichzeitig verwaltet, kann unmöglich jede Woche selbst durch jeden Keller gehen – genau dafür übernehmen wir die Begehung als feste, wiederkehrende Aufgabe. Auch Eigentümergemeinschaften mit nur einem Objekt schätzen den regelmäßigen Blick, weil er Ordnung und Sicherheit im Keller nachweisbar macht, statt sie dem Zufall zu überlassen.
Ein Keller ist zudem ein Raum, in dem sich viele Zuständigkeiten überschneiden: Zähler und Hausanschlüsse gehören technisch der Hausverwaltung, einzelne Abteile den Bewohnern, Gemeinschaftsräume allen zusammen. Bei der Begehung achten wir bewusst auf alle drei Bereiche und melden zurück, wo eine Zuständigkeit unklar zu sein scheint, statt Unordnung stillschweigend zu übergehen.
Bei neu übernommenen Objekten empfehlen wir grundsätzlich eine ausführliche Erstbegehung, bevor der reguläre Turnus beginnt. So lässt sich der Ist-Zustand einmal vollständig festhalten, Auffälligkeiten wie beschädigte Türen oder defekte Schlösser an Kellerabteilen werden erfasst, und alle Beteiligten starten mit demselben Kenntnisstand in die laufende Betreuung.
Diese Erstaufnahme zahlt sich besonders dann aus, wenn eine Hausverwaltung neu für ein Objekt zuständig wird und selbst noch keinen Überblick über den Kellerzustand hat. Statt sich auf mündliche Aussagen des Vorgängers zu verlassen, liegt dann von Beginn an eine eigene, fotografisch belegte Bestandsaufnahme vor, auf die sich spätere Diskussionen über Zuständigkeit oder Verschlechterung sachlich stützen lassen.
Kellergänge, Gemeinschaftsräume und Dachboden im Blick
Die Pflege von Keller und Dachboden gliedert sich in mehrere wiederkehrende Aufgaben:
- Kellergänge: Kehren, grobe Reinigung, Kontrolle auf freie Fluchtwege.
- Gemeinschaftsräume: Waschküche, Trockenraum oder Fahrradkeller ordnen und grob reinigen.
- Kinderwagenräume: Ordnungskontrolle und Hinweis auf nicht mehr genutzte, dauerhaft abgestellte Wagen.
- Zugänge zu Hausanschlussräumen: Sichtprüfung auf freien Zugang, ohne technische Prüfung der Anschlüsse selbst.
- Sperrmüll- und Unratkontrolle: Sichtprüfung auf herrenlose Gegenstände, Rücksprache mit der Hausverwaltung zur weiteren Entsorgung.
- Brandlasten erkennen: Aufmerksamkeit für lose gelagerte brennbare Materialien, insbesondere im Bereich von Kinderwagen- und Fahrradabstellräumen.
- Beleuchtung im Kellerbereich: Sichtkontrolle auf Funktion, Meldung an die Haustechnik-Kontrolle bei Ausfall.
- Dachboden: Kontrolle auf Ordnung, Feuchtigkeitsspuren und offensichtliche Schäden am Dach, soweit ohne Spezialausrüstung erkennbar.
- Kellerabteile: Sichtprüfung auf gekennzeichnete, verschlossene Abteile; unverschlossene oder auffällige Bereiche werden gemeldet.
- Waschmaschinenräume: Kontrolle auf sichtbare Wasserflecken oder Feuchtigkeit an Anschlüssen, Weitergabe an die Hausverwaltung bei Auffälligkeiten.
| Turnus | Typischer Fokus |
|---|---|
| Monatlich | Fluchtwege, offensichtliche Brandlasten |
| Vierteljährlich | Vollständige Begehung inkl. Dachboden |
| Halbjährlich | Grundreinigung der Gemeinschaftsräume |
| Nach Bedarf | Nach Wasserschaden oder Sperrmüllfund |
Für Objekte mit besonders vielen Kellerabteilen, etwa in großen Nachkriegsbauten mit über fünfzig Parteien, lässt sich die Begehung auch in mehrere kürzere Rundgänge aufteilen, sodass nicht an einem einzigen Tag der gesamte Aufwand anfällt.
Von der Erstbegehung bis zum Folgeeinsatz
- Erstbegehung: Gemeinsam mit der Hausverwaltung gehen wir Keller und Dachboden einmal komplett durch und legen den Kontrollumfang fest.
- Regelmäßige Begehung: Zum vereinbarten Turnus kontrollieren wir Gänge, Fluchtwege und Gemeinschaftsräume und kehren durch.
- Protokoll: Jede Begehung wird als Ticket mit Bildbeleg festgehalten, Auffälligkeiten separat markiert.
- Rückmeldung: Bei erkennbaren Brandlasten, Wasserschäden oder herrenlosen Gegenständen informieren wir die Hausverwaltung zeitnah.
- Folgeeinsatz: Bei Bedarf, etwa vor einer Entrümpelung oder nach einem Wasserschaden, planen wir kurzfristig einen zusätzlichen Termin.
Preise für die Keller- und Dachbodenpflege
| Leistung | Preis (netto) |
|---|---|
| Begehung und Kontrolle je Stunde | ab 36 € |
| Kellergang kehren und grob reinigen, je Durchgang | ab 29 € |
| Gemeinschaftsraum grundreinigen | ab 45 € |
| Dachbodenkontrolle im Rahmen der Begehung | im Stundensatz enthalten |
| Regelmäßiger Rahmenvertrag für mehrere Objekte | Preis nach Leistungsverzeichnis |
Größe, Zustand und Zugänglichkeit des Kellers bestimmen letztlich, wie lange eine Begehung dauert und was sie kostet. Nennen Sie uns kurz Anzahl der Kellerabteile und Zustand über das Angebotsformular, dann kalkulieren wir zügig einen passenden Stundenrahmen.
Altbaukeller, Plattenbau-Fahrradräume und Starkregen
In Berliner Altbauten sind Kellerabteile häufig durch schmale, verwinkelte Gänge verbunden, in denen sich Gegenstände besonders leicht ansammeln – hier ist eine regelmäßige Begehung wichtig, damit Fluchtwege frei bleiben. Nachkriegs- und Plattenbauten haben oft größere, zentrale Fahrradkeller, die durch die zunehmende Zahl von Elektrofahrrädern und deren Akkus eine eigene Aufmerksamkeit verdienen. Bei Starkregenereignissen, die in Berlin in den letzten Jahren häufiger auftreten, kontrollieren wir nach Rücksprache zusätzlich auf eingedrungenes Wasser in tiefliegenden Kellerbereichen.
Besonders in Souterrainbereichen älterer Gebäude, deren Fußboden nur wenig über dem Grundwasserspiegel liegt, lohnt sich nach starken Regenfällen ein zusätzlicher Blick auf Ecken und Bodenabläufe, noch bevor Bewohner selbst etwas bemerken. So lässt sich frühzeitig gegensteuern, statt erst auf eine Mieterbeschwerde zu reagieren.
Grenzen der Kellerpflege ehrlich benannt
Hausmeister RAT übernimmt Sichtkontrollen, das Kehren und Freihalten von Gängen sowie die grobe Reinigung von Gemeinschaftsräumen. Eine maschinelle Grundreinigung stark verschmutzter oder öliger Kellerböden führen geeignete Fachbetriebe durch, die wir bei Bedarf vermitteln und koordinieren. Größere Wasserschäden, Schimmelbefall oder Schädlingsbefall gehören nicht in unseren Leistungsbereich; hier ziehen wir Fachfirmen hinzu und begleiten den Ablauf. Eine fachgerechte Entsorgung von Gefahrstoffen oder Sonderabfall zählt ebenfalls nicht zu unserer eigenen Leistung.
Bei einer Begehung fällt ein Fahrrad mit beschädigtem Akku auf, das quer im Fluchtweg steht. Wir dokumentieren die Situation mit Foto, informieren die Hausverwaltung umgehend und weisen auf die besondere Vorsicht bei beschädigten Akkus hin.
Nach welchem Muster sich Begehungsintervalle und Kontrollpunkte für Keller und Dachboden festhalten lassen, zeigt die Vorlage etwas weiter oben auf dieser Seite.
Kellerbegehung im Rahmen der laufenden Betreuung
Betreuen wir ein Objekt ohnehin regelmäßig, lässt sich die Kellerbegehung meist ohne zusätzlichen Termin in den bestehenden Ablauf einfügen: Beim selben Besuch prüft dieselbe Fachkraft anschließend auch Beleuchtung und Zählerstände, statt dass zwei verschiedene Personen an zwei verschiedenen Tagen durch dasselbe Haus laufen. Für Hausverwaltungen mit vielen Objekten summiert sich dieser Effekt spürbar über das ganze Portfolio.
Was in der Begehung protokolliert wird
Jede Begehung wird protokolliert, mit Datum, kontrollierten Bereichen und – bei Auffälligkeiten – Fotobeleg. Hausverwaltungen erhalten die Berichte digital und können sie als PDF exportieren.
Läuft eine Eigentümerversammlung an, lässt sich aus den gesammelten Protokollen schnell eine Übersicht der letzten Monate zusammenstellen, ohne dass jemand einzelne E-Mails oder Notizzettel durchsuchen muss. Für Hausverwaltungen mit vielen Objekten ist das oft der eigentliche Mehrwert gegenüber einer rein mündlichen Zusage, "der Keller werde schon kontrolliert".
- Kellergänge werden monatelang nicht kontrolliert, bis Fluchtwege spürbar zugestellt sind
- Herrenlose Gegenstände werden ohne Rücksprache entsorgt, was rechtlich problematisch sein kann
- Feuchtigkeitsspuren am Dachboden werden übersehen, bis größere Schäden entstehen
- E-Bike-Akkus lagern ungeschützt direkt neben Fluchtwegen
Wer den Keller im Zuge einer größeren Aufräumaktion leeren möchte, findet passende Unterstützung unter Entrümpelung oder Sperrmüllmanagement. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf die Trinkwasserhygiene-Begleitung, wenn im Keller auch Steigleitungen liegen.
Jetzt Ersttermin für Ihr Objekt anfragen
Häufige Fragen
Wie oft sollte der Keller kontrolliert werden?
Für die meisten Mehrfamilienhäuser reicht eine monatliche bis vierteljährliche Begehung, um Fluchtwege frei zu halten und Auffälligkeiten früh zu erkennen.
Entfernen Sie auch herrenlose Gegenstände?
Wir dokumentieren solche Funde und sprechen die weitere Vorgehensweise mit der Hausverwaltung ab, bevor etwas entsorgt wird, da dies rechtlich sensibel sein kann.
Prüfen Sie auch den Dachboden?
Ja, im Rahmen der Begehung werfen wir auch dort einen Blick auf Ordnung und offensichtliche Feuchtigkeitsspuren, soweit ohne Spezialausrüstung erkennbar.
Wie reagieren Sie, wenn im Keller Feuchtigkeit oder Wasser auffällt?
Wir halten den Zustand mit Fotos fest, informieren die Hausverwaltung noch am selben Tag und begleiten die weitere Abwicklung; die eigentliche Sanierung übernehmen dafür geeignete Fachbetriebe.
Reinigen Sie auch stark verschmutzte Kellerböden?
Eine grobe Reinigung übernehmen wir selbst, für eine maschinelle Grundreinigung stark verschmutzter Flächen ziehen wir Fachbetriebe hinzu.
Wie gehen Sie mit E-Bike-Akkus im Keller um?
Wir weisen auf unsachgemäße Lagerung hin und melden auffällige Situationen an die Hausverwaltung, eine fachliche Bewertung der Akkus gehört nicht zu unserer Leistung.
Was kostet eine regelmäßige Kellerbegehung?
Die Begehung wird nach Stundensatz ab 36 € netto abgerechnet, abhängig von Größe und Zustand des Kellers. Nennen Sie uns über Angebot anfragen kurz die Eckdaten Ihres Objekts für eine verbindliche Zahl.
Kann die Kellerpflege mit einer Entrümpelung kombiniert werden?
Ja, bei größerem Handlungsbedarf empfehlen wir eine Kombination aus regelmäßiger Pflege und einer einmaligen Entrümpelung stark zugestellter Bereiche.
Kontrollieren Sie auch die Waschküche und den Trockenraum?
Ja, diese Gemeinschaftsräume gehören zur Begehung dazu. Wir prüfen Ordnung, grobe Sauberkeit und offensichtliche Feuchtigkeitsspuren an Anschlüssen und melden Auffälligkeiten separat.
Was passiert, wenn ein Kellerabteil offensichtlich nicht verschlossen ist?
Wir dokumentieren das mit Foto und informieren die Hausverwaltung zeitnah, damit sie den betroffenen Mieter oder Eigentümer ansprechen kann, statt den Fall unkommentiert zu lassen.
Übernehmen Sie auch die Pflege des Fahrradkellers?
Ordnung und grobe Reinigung des Fahrradkellers gehören zur Begehung; bei sehr voll gestellten Räumen sprechen wir mit der Hausverwaltung ab, ob zusätzlich eine Aktion zur Entfernung herrenloser Räder sinnvoll ist.
Wie schnell nach Vertragsbeginn findet die erste Begehung statt?
In der Regel innerhalb der ersten zwei Wochen, damit die Bestandsaufnahme zügig steht und der reguläre Turnus zeitnah anlaufen kann.
Gibt es einen Mindestvertragszeitraum?
Nein, eine Kellerbegehung lässt sich auch ohne langfristige Bindung buchen; bei einem laufenden Turnus empfiehlt sich aus Planungsgründen dennoch eine Vereinbarung über mehrere Monate.
Was, wenn im Keller mehrere Eigentümergemeinschaften unterschiedliche Zuständigkeiten haben?
In solchen Fällen halten wir vorab schriftlich fest, welche Bereiche zu welcher Gemeinschaft gehören, damit Kosten und Zuständigkeiten bei der Abrechnung sauber getrennt bleiben.
